40 Jahre Partikelforschung/40 Years of Particle Research

Bern, 11.-13. Februar 2009

Abstract


Peggy Katelhön (Bergamo/Brixen)
Modalpartikeln und Abtönung im deutsch–italienischen Sprachvergleich.
Eine Bestandsaufnahme

Modalpartikeln, in früheren Grammatiken der deutschen Sprache auch als Füll-, Flick- oder Würzwörter bezeichnet, werden noch nicht seit langem wissenschaftlich untersucht. Erst mit der so genannten pragmatischen Wende in der Sprachwissenschaft wurden sie Gegenstand zahlreicher einzelsprachlicher oder kontrastiver Untersuchungen.
Auch für das deutsch-italienische Sprachenpaar liegen mittlerweile vielfältige Einzeluntersuchungen als auch einige Übersichtsdarstellungen zu den deutschen Modalpartikeln und ihren italienischen Entsprechungen vor. Im ersten Teil dieses Beitrags sollen die Ergebnisse dieser Untersuchungen hinsichtlich der Modalpartikeln im italienisch-deutschen Sprachvergleich dargestellt werden. Bereits vorgelegte Sprachvergleiche werden somit analysiert (Äquivalente deutscher MP im Italienischen, MP im Italienischen, Methodologie und Ausrichtung des Sprachvergleichs).

Dabei soll im zweiten Teil des Beitrages ein Hauptaugenmerk auf die sprachliche Funktion der Abtönung gelegt werden. Welche sprachlichen Mittel zur Abtönung liegen in beiden Sprachen vor? Und wie wird diese sprachliche Funktion im Italienischen bezeichnet? In der italienischsprachigen Pragmatik wurden unterschiedliche Konzeptualisierungen vorgenommen, u.a. attenuazione, intensificazione, mitigazione und modularizzazione., keines dieser Konzepte entspricht jedoch eindeutig dem deutschsprachigen Konzept der Abtönung. Ist es daher legitim, im Italienischen bestimmte sprachliche Mittel als Ausdruck der Abtönung und somit als Entsprechungen zu deutschen MP zu kennzeichnen? Diese Fragestellungen werden im Beitrag aufgenommen und diskutiert.




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