40 Jahre Partikelforschung/40 Years of Particle Research

Bern, 11.-13. Februar 2009

Abstract


Luise Liefländer-Leskinen (Joensuu, Finnland)
Partikeln und Übersetzung: Deutsch und Finnisch im Vergleich

Im Deutschen erfolgt die Verwendung von Modalpartikeln, wie z.B. aber, auch, bloß, denn, doch, eben, eigentlich, schon, wohl beim Ausdruck von Hintergrundannahmen und Erwartungshaltungen gegenüber Kommunikationspartnern. Modalpartikeln sind also Text- und Diskurssignale – sie können vielleicht auch als eine Art Suchanweisungen für Präsuppositionen oder Hintergrundannahmen im Text gesehen werden.

Die Modalpartikeln im Deutschen werden hier als unflektierbare Wörter, die die Einstellung des Sprechers hinsichtlich der vom Hörer erwarteten situationsbezogenen Haltung, dessen Vorwissen und Reaktion signalisieren, gesehen. Sie beziehen sich immer auf eine ganze Äußerung und nie auf ein einzelnes Wort und verleihen ihr eine zusätzliche Bedeutung.

Auch im Finnischen gibt es solche situationsdefinierenden und illokutionsmodifizierenden Modalpartikeln, wie z.B. oikeastaan („eigentlich“), vain („nur“), kuitenkin („doch/jedoch“), jo („schon“) oder die enklitischen Partikeln –kin („auch“) und –han/-hän („ja, doch“).

In diesem Vortrag soll anhand von literarischen Texten und ihren Übersetzungen versucht werden zu zeigen, wie die Funktionen der Modalpartikeln in den Texten  als „Textsignale“ deutlich werden und hierbei soll auch auf einzelne Partikeln und ihre Funktion und Wirkung näher eingegangen werden.


Literatur in Auswahl
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  • Markus, Veit Uwe (2000): Verstehen und Kreativität beim Übersetzen. Englische und  deutsche Muttersprachler im Vergleich. In: Lebende Sprachen. XLV.Jg. H.1,1-8.


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