40 Jahre Partikelforschung/40 Years of Particle Research Bern, 11.-13. Februar 2009 Abstract |
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Manuela Caterina Moroni (Trento):
Die Einordnung der Partikel schon anhand von Syntax, Semantik und Prosodie Schon wird je nach syntaktischem Verhalten und Akzentuierung unterschiedlichen Klassen der Nichtflektierbaren zugeschlagen. So kann schon nach der neuen Dudengrammatik (2005: 594) als Temporaladverb, Modalpartikel oder Antwortpartikel fungieren. Im Handbuch der deutschen Konnektoren (Pasch et al. 2003) wird schon der Gruppe der nichtpositionsbeschränkten Adverbkonnektoren zugeordnet. Ferner wird schon in bestimmten Verwendungen als Fokuspartikel klassifiziert (vgl. König 1991, Dimroth 2004). Der Beitrag setzt sich zum Ziel, die unterschiedlichen grammatischen Verhaltensweisen von schon zu systematisieren bzw. Kriterien zu ermitteln, die eine einheitliche formale Beschreibung von schon erlauben. Im ersten Teil wird auf die Semantik von schon eingegangen. In Anlehnung an Löbner (1990: 115) wird die Grundbedeutung von schon durch die Paraphrase 'im relevanten Kontext ist die Grenze von nicht-p zu p überschritten' wiedergegeben. Den Buchstaben p wird hier als Abkürzung für die Werte 'faktisch' oder 'wahr' aus Blühdorns (2005: 317-318) Modell der Satzsemantik verwendet. An Beispielen wird gezeigt, dass Löbners Grundbedeutung auf schon durchgängig anwendbar ist. Im zweiten Teil des Beitrags wird die Art der Kodierung des Punkts, bei dem die Grenze von nicht-p zu p überschritten ist, mit dem syntaktischen und prosodischen (im Sinne von Akzentuierbarkeit) Verhalten von schon in Zusammenhang gebracht. Dabei wird die These aufgestellt, dass es ein einziges schon gibt, dass dies aber je nach Art der Kodierung des Grenzpunkts unterschiedliche Grade an Stellungsfreiheit aufweist und sich unterschiedlich verhält in Bezug auf die Akzentuierung. Als Datengrundlage dienen Beispiele aus dem Freiburger-Korpus und aus dem Internet. Literatur
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