40 Jahre Partikelforschung/40 Years of Particle Research Bern, 11.-13. Februar 2009 Abstract |
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Gabriela Perrig (Bern) Dativ: morphologischer Kasus vs. Kasuspartikeln Konkurrenz zwischen morphologischer
Dativmarkierung und präpositionalen Konstruktionen ist
übereinzelsprachlich belegt. So finden sich beispielsweise
folgende alternierende Varianten in analogen Konstruktionen im
Deutschen, Russischen und Polnischen (Bartels 2005):
dt.: das ist mir zu schwierig vs. das ist für mich zu schwierig das ist mir angenehm vs. das ist für mich angenehm poln.: przydatny matkom vs. przydatny dla matek [wörtl.:] 'Müttern geeignet' 'geeignet für Mütter' In einigen oberdeutschen Dialekten findet sich darüber hinaus eine Form der Mikrovariation, in der eine 'reine' Dativkonstruktion durch die Präposition in bzw. an + Dativ ersetzt werden kann (Seiler 2003). Auffallend ist hier insbesondere, dass in/an in dieser Konstruktion den Dativ regiert: alemannisch: er git dr Öpfel mir vs. är git dr Öpfel a mir Schliesslich findet sich eine solche Form des Sprachwandels sogar im Chinesischen, einer isolierenden Sprache ohne Kasusmarkierung (Her 2006). Gei, als Verb in der Bedeutung 'geben' gebraucht, findet sich als Präposition in Konstruktionen wie: chinesisch: Lisi fen-le wo yi-bai-wan vs. Lisi fen-le yi-bai-wan gei wo Lee share-ASP I $1 million Lee share-ASP $1 million to me 'Lee gave me a share of $1 million' 'Lee gave a share of $1 million to me' Diese sich im Detail doch ziemlich unterscheidenden Konstruktionen sollen unter kognitiv-funktionalem Aspekt vergleichend analysiert werden. Literatur:
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