40 Jahre Partikelforschung/40 Years of Particle Research Bern, 11.-13. Februar 2009 Abstract |
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Klaus Peter (Bern)
„Falsche“
und „richtige“ Präpositionen in der Sprecherbewertung
Die Wahlfreiheit der Präposition in sog. Rektionsattributen zu Substantiven ist sehr stark eingeschränkt. Normalerweise wird angenommen, dass in Rektionsattributen jeweils nur eine bestimmte Präposition auftreten kann (vgl. die Angst vor der Dunkelheit vs. die Angst *gegen/auf/für... die Dunkelheit). Nun gibt es aber Rektionsattribute, in denen offensichtlich ein gewisses Maß an Variation zugelassen ist, in denen das Auswechseln der Präposition also weder zwingend zu einem ungrammatischen Ausdruck noch zu einer (starken) Bedeutungsveränderung der Präpositionalphrase führt, wie z. B. in das Vertrauen in die Wissenschaft, das Vertrauen zu den anderen, das Vertrauen auf Gott. Hölzner (2007: 144) geht sogar davon aus, dass die Verwendung der Präposition in Rektionsattributen häufiger variabel ist, als dies gemeinhin angenommen wird. Mein Vortrag wird sich mit der Frage beschäftigen, ob diese einzelnen variablen Formen von Sprechern als gleichberechtigt eingestuft werden oder ob gewisse Formen bevorzugt oder gar abgelehnt werden. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Rektionsattribute von Deverbativa gelegt, die normalerweise dieselbe Präposition regieren wie das zugrunde liegende Verb (vgl. Schierholz 2001: 150): Vgl. die Freude auf den Osterhasen vs. sich auf den Osterhasen freuen die Diskussion über/?um vs. diskutieren über/*um. Literatur: Hölzner, Matthias (2007): Substantivvalenz. Korpusgestützte Untersuchungen zu Argumentrealisierungen deutscher Substantive. Tübingen: Niemeyer. (= Reihe Germanistische Linguistik 274). Schierholz, Stefan (2001): Präpositionalattribute. Syntaktische und semantische Analysen. Tübingen: Niemeyer. (= Linguistische Arbeiten 447). |
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