40 Jahre Partikelforschung/40 Years of Particle Research Bern, 11.-13. Februar 2009 Abstract |
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Miriam Ravetto (Vercelli): Zur Semantik der deutschen Kausalkonnektoren und ihrer italienischen Äquivalente Im Hinblick auf die Semantik von Kausalverknüpfungen sind in der Literatur der letzten Jahren drei mögliche Lesarten postuliert worden (vgl. Blühdorn 2006 und Sweetser 1990): (i) dispositionelle Lesarten, bei
denen der Kausalsatz eine Ursache für einen im anderen Konnekt
beschriebenen Sachverhalt liefert;
(ii) epistemische Lesarten, bei denen der Kausalsatz eine Evidenz gibt, die den Sprecher zu einer im anderen Konnekt ausgedrückten Schlussfolgerung führt; (iii) deontisch-illokutionäre Lesarten, bei denen der Kausalsatz ein Motiv für den im anderen Konnekt ausgeführten Sprechakt gibt. Ausgehend von dieser Dreiteilung werden in dem Beitrag die deutschen Kausalkonnektoren denn, weil und da und ihre italienischen Äquivalente poiché, perché und siccome untersucht. Als Datenbasis dient ein Korpus von ca. 1.000 Internet-Belegen. Die sechs Kausalkonnektoren werden im Hinblick auf die drei Verknüpfungslesarten untersucht, mit dem Ziel, semantische Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede zwischen ihnen herauszusarbeiten. Insbesondere werden Fälle betrachtet, in denen nicht alle drei Interpretationen plausibel sind, und Faktoren aufgewiesen, die eine bestimmte Lesart begünstigen bzw. ausschliessen können (z.B. das Vorhandensein von Modalpartikeln oder epistemischen Adverbien in einem der verknüpften Teilsätze). Im Anschluss an Blühdorn/Reichmann (2008) wird auch ein syntaktischer Test verwendet, um die Möglichkeit dispositioneller vs. modaler Verknüpfungslesarten genauer zu prüfen: Können Kausalsätze in Spaltsatzstrukturen umgesetzt werden, so sind sie dispositionell zu lesen. Kausalsätze, bei denen das nicht möglich ist, können nur epistemisch oder deontisch-illokutionär gelesen werden. Literatur
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