40 Jahre Partikelforschung/40 Years of Particle Research Bern, 11.-13. Februar 2009 Abstract |
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Miorita Ulrich (Bamberg) Sprachökonomie vs. Sprachexplizitheit: Die Kategorie der Abtönung im Rumänischen Die allgemeinsprachliche Funktion der Abtönung wird im Rumänischen auf syntaktischer Ebene mittels Subjektinversion (VS-Anordnung) ausgedrückt, begleitet von einer obligatorischen, spezifischen Intonation der Einheit „Verb-Subjekt“. Während ein Satz wie rum. Mama vine mîine, „Die Mutter kommt morgen“, eine einfache Feststellung darstellt, können Äußerungen wie Vine mama!, „Die Mutter kommt schon!“, Vine ea acuşa!, „Sie kommt ja gleich!“, je nach Kontext und Situation den Sinn von „Drohung“, „Versprechen“, „Hoffnung“, „Ironie“, „Zuversicht“ usw. ausdrücken. Hiermit verhält sich das Rumänische bezüglich der im Titel erwähnten konträren Gestaltungsprinzipien der Sprachen, nämlich „Sprachökonomie“ bzw. „Sprachexplizitheit“ wie folgt: Das Rumänische ist expliziter als diejenigen Sprachen, die diese allgemeinsprachliche Kategorie der Abtönung nicht kennen und den Ausdruck dieser Funktion einfach dem Kontext überlassen; gleichzeitig verhält sich diese Sprache insofern „sprachökonomisch“, als dass die Verb-Subjekt Anordnung auch andere Funktionen übernehmen kann, wie zum Beispiel 1) den Ausdruck der narrativen Subjektinversion (rum. Merge el cît merge …, „Er geht und geht …“) oder aber 2) den syntaktischen Ausdruck von Äußerungen mit monolithischer, globaler Informationsstruktur (außerhalb der Thema-Rhema Struktur), die oft in Antwort auf die Frage „Was ist passiert?“ erfolgen: rum. A scăpat cîinele!, „Der Hund ist davon!“, rum. S-a spart becul!, „Die Birne ist kaputt!“. |
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